Atari 1993
Damals, als man noch selber programmierte:
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Alles was einem manchmal durch den Kopf oder sonstige Organe geht. Vornehmlich nachts, manchmal auch tagsüber.
Auf der Website des Designers Rocky Bergen findet man neben einer Papierversion, um sich einen Atari ST zubasteln (papercraft design): http://rockybergen.com/whatsnew/2019/2/9/atari-520-st-papercraft-design noch viele andere nostalgische Computer und Spieleconsolen zum basteln.
Am Wochenende hatte ich mir vorgenommen meinen alten Atari 260 ST zu testen. Diesen hatte ich 1986 gekauft und längere Zeit gerne benutzt. Aber als dann die Linux- und später die Windows-Zeit für mich anbrach, verbrachte der Atari ein trauriges Schicksal verpackt auf dem Dachboden. Der 260 ST hatte ursprünglich 512KB Hauptspeicher, ein 720kb-Floppy-Laufwerk und das Betriebssystem wurde noch von Diskette geladen. Eine der ersten Investionen war von daher erstmal Speicherchips, um das Betriebssystem (TOS) von dort zu laden (kosteten damals 140 DM, wenn ich mich richtig erinnere). Spätere Investionen umfassten eine Speichererweiterung auf sagenhafte 2,5MB und ein HD-Floppy-Laufwerk. Ich war jedenfalls erfreut, dass das alte Stück nach der langen Zeit noch brav vor sich hinbrummte. Aber komisch (oder nostalgisch?) war es irgendwie schon, wenn man heutige Betriebsysteme mit bunten Oberflächen, Multitasking und Internet gewohnt ist. Hier ein paar Aufnahmen, dass der alte Atari seinen Dienst doch nocn verrichtet.
Commodore belebt den C64 wieder laut Spiegel Online. Ein neuer aufgepimpter Atari ST wäre mir lieber. Ein alter aufgerüsteter Atari 260 ST war mal mein eigen und staubt jetzt irgendwo im Keller herum.
Benoît B. Mandelbrot brachte mich damals auch zum Programmieren. Damals, in Assembler und auf dem guten alten Atari ST. Lang ist es her, fast schon in der Steinzeit.
Oh ja, das waren noch Zeiten: Hier gibt es ein ausführliches Online-Archiv wohl vieler deutschsprachigen Atari-Zeitschriften: Computer Magazin Archiv.
Gestern kam es in im Radio und in der Zeitung, heute schreibt heise online darüber: Hätten wir dich so vermisst? Der PC wird 25 und vermutlich noch unzählige andere Medien. Ich schreibe hier jetzt keine Laudatio über den PC, vor allem auch, weil ich recht spät mit dem PC in Berührung kam. Mein erster war immerhin schon ein 80486DX40 mit AMD-CPU mit gigantischen 4MB Hauptspeicher (meine Waschmaschine hat glaube ich mehr). Für mich persönlich war es ein Abstieg von den Höhen der grafischen Oberfläche (GEM auf Atari ST) auf die DOS-Kommandozeile bzw. die Krankheiten von Windows 3.1. Ich kannte zwar schon Kommilitonen, die die kompletten PC-Baureihen durch hatten, aber eine echte Alternative war für mich nie. Der PC war mich erst eine richtige Alternative, als es ein richtiges Betriebssystem für ihn gab. Die meisten werden wissen, was ich meine :-)
Am Freitag zum Feierabend von bebal die Nachricht bekommen, dass PC-Viren ihren 20. Geburtstag feiern. Da fällt mir ein, dass ich wahrscheinlich auf einer alten DOS 3.3 Diskette noch einen "Freitag der 13." Bootsektorvirus (aka Jerusalem) habe. Der hatte sich dort aber nie so wohl gefühlt, da er immer nur im PC-Emulator auf meinem Atari 260 ST laufen durfte. Leider fällt mir dem Name des Emulators nicht mehr ein (PC-Ditto?), ist wohl schon zu lange her :-)
Irgendwie kommt wohl jeder, der schon länger mit Computern zu tun hat in eine wehmütige Phase der Anfänge, als Computer noch richtige Computer waren (gross, unhandlich und teuer). Bei der Durchsicht meiner Bookmarks, die liebevoll über Netscape 0.9 zu aktuelleren Browsern und schliesslich bis zu Mozilla und Firefox vererbt wurden (meine Mosaik-Bookmarks sind leider verschollen), fand ich folgende alte Schätzchen: